Kostenträger und Verträge

Mit der DRV Bund, dem federführenden Belegungsträger der Gollwitzer-Meier-Klinik, besteht ein Vertrag
gem. § 21, Abs. 1 SGB IX.
 
Dieser umfasst die Indikationsgruppen
 

  • 1:        "Krankheiten des Herzens und des Kreislaufs"
  • 2a:      "Krankheiten der Gefäße (nur arteriell)"
  • 13e:    "Herztransplantation"
  • 13f:     "Implantation eines Herzunterstützungssystems"   

Ein Versorgungsvertrag nach § 111 SGB V ist mit den Krankenkassenverbänden über diese Indikationsgruppen abgeschlossen.
 

Aus versicherungstechnischen Gründen können Patienten mit einem Körpergewicht von über 130 kg leider nicht aufgenommen werden. 

Der Weg zur Reha

... und Ihr Recht auf Rehabilitation

Wer in der Sozialversicherung versichert ist, hat ein Recht auf die notwendigen Maßnahmen zum Schutz, zur Erhaltung, zur Besserung und zur Wiederherstellung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit sowie zur wirtschaftlichen Sicherung bei Krankheit und Minderung der Erwerbsfähigkeit (§ 4 SGB I).

Rehabilitation ist eine Chance, wieder aktiv am Leben teilhaben zu können. Leistungen zur medizinischen Rehabilitation werden daher im SGB IX auch als Leistungen zur Teilhabe bezeichnet. Der traditionelle Begriff "Kur" wird in der neuen Sozialgesetzgebung nicht mehr verwendet.

Wer Kostenträger ist, richtet sich nach den Hauptzielen der Rehabilitation und nach versicherungsrechtlichen Voraussetzungen. In den meisten Fällen sind die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) oder Gesetzliche Rentenversicherung (GRV) zuständige Kostenträger.

Für Beamte übernimmt die Beihilfe anteilig Kosten für medizinische Rehabilitation und Heilkuren.
 

Persönliche Vorbereitung

Medizinische Rehabilitation setzt Ihre aktive Mitarbeit voraus. Sie werden bei der Antragstellung Fragen beantworten und persönliche Entscheidungen treffen müssen, wenn Sie eine Rehabilitation wünschen. Worunter leide ich, weshalb möchte ich eine Rehabilitation beantragen, welche Erwartungen und Wünsche verbinde ich mit der Rehabilitation, wo soll sie stattfinden und wer übernimmt die Kosten?

Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, Facharzt oder - falls Sie sich im Krankenhaus befinden - mit dem Klinik-Arzt über Ihren Wunsch nach einer medizinischen Rehabilitation. Er wird mit Ihnen beraten, welche Art der Rehabilitation für Sie medizinisch erforderlich ist und Sie bei der Antragstellung entsprechend unterstützen.
 

Wunsch- und Wahlrecht

Informieren Sie sich rechtzeitig darüber, welche Rehabilitationsklinik Ihre Erkrankung behandelt und auch Ihren Wünschen hinsichtlich Lage, Service und Ausstattung entspricht.

 

Achten Sie besonders darauf, dass die Klinik von unabhängiger Stelle zertifiziert wurde und somit nach hohen, regelmäßig überprüften Qualitätsstandards therapiert. So ist die Gollwitzer-Meier-Klinik z. B. nach DIN ISO EN 9001:2008 und den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED) und anderen rehaspezifischen Systemen zertifiziert. 

 

Ergänzen Sie Ihren Antrag mit einem entsprechenden Vorschlag, denn Sie haben nach § 9 SGB IX ein Wunsch- und Wahlrecht, sich die Klinik Ihrer Präferenz auszusuchen, sofern diese zertifiziert ist und keine medizinischen Gründe entgegenstehen.  

 

Üben Sie also Ihr Wunschrecht aktiv aus!

 

Antragstellung

Jede medizinische Rehabilitation muss vor Antritt von Ihnen selbst beantragt werden. Hierzu ist ein befürwortendes ärztliches Gutachten Ihres behandelnden Arztes erforderlich. Antragsvordrucke erhalten Sie von dem zuständigen Kostenträger, wobei die Krankenkassen auch Anträge der Deutschen Rentenversicherung ausgeben und einen Teil davon ausfüllen.

Nach Antragseingang klären die Kostenträger untereinander die Zuständigkeit ab. Ist der zuerst angegangene Kostenträger nicht zuständig, leitet dieser den Antrag innerhalb einer kurzen Frist weiter an den nächsten.

Findet eine medizinische Rehabilitation im unmittelbaren Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt statt, haben die Kostenträger besondere Antragsverfahren entwickelt zur zügigen Verlegung in eine geeignete Rehabilitations-Klinik. Antragsformulare der Dt. Rentenversicherung Bund können Sie hier herunterladen: www.drv-bund.de

Sie können sich auch vertrauensvoll an die gemeinsamen Servicestellen der Kostenträger wenden.

Anschlussheilbehandlung (AHB)

Für die sog. Anschlussheilbehandlung (AHB) der Deutschen Rentenversicherung gilt für Patienten, die Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung sind, ein vereinfachtes Antragsverfahren. Alle erforderlichen Schritte können im Krankenhaus durch den Arzt eingeleitet werden, wenn er die Anspruchsvoraussetzungen geprüft hat und der Patient für eine AHB geeignet ist.

Der Sozialdienst unterstützt Sie bei der Antragstellung, der Auswahl einer geeigneten AHB-Klinik und organisiert die Verlegung. Ein AHB-Bescheid (Kostenzusage) ergeht erst im Nachhinein.

Anschlussgesundheitsmaßnahme (AGM)

Im Unterschied zur Anschlussheilbehandlung (AHB) spricht die Deutsche Rentenversicherung von einer Anschlussgesundheitsmaßnahme (AGM), wenn der Patient nicht Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ist oder die 14 Tagesfrist zum Beginn einer AHB aus medizinischen oder sonstigen Gründen nicht eingehalten werden kann.

Bei einer AGM müssen die persönlichen und versicherungsrechtlichen Voraussetzungen vor Beginn der Rehabilitationsleistung geprüft werden.
 

"Eil-Heilverfahren"

Das sogenannte Eil-Heilverfahren gibt es für DRV-Bund-Patienten. Hier wird innerhalb von 14 Tagen nach einem Krankenhausaufenthalt eine Rehabilitationsmaßnahme durchgeführt. Dies gilt bei Versicherten, deren Erwerbsfähigkeit nach ärztlichem Gutachten erheblich gefährdet oder gemindert ist.
 

Bescheid und Widerspruch

Nach sozialmedizinischer Begutachtung und versicherungsrechtlicher Prüfung Ihres Antrages erhalten Sie einen Bescheid des Kostenträgers. Bei Ablehnung haben Sie die Möglichkeit, innerhalb eines Monats schriftlich zu widersprechen.

Oftmals wird nach einem Widerspruch die Rehabilitation genehmigt - zögern Sie also nicht, Ihr Widerspruchsrecht auszuüben. Gleiches gilt für den Fall, dass Sie mit der vorgeschlagenen Einrichtung nicht einverstanden sind. Bitten Sie kurzfristig um eine Ummeldung in die Klinik Ihrer Wahl.

Art, Dauer, Beginn und Durchführung der Leistungen bestimmt der Kostenträger. 

Wir kümmern uns gern um die Formalitäten und die Organisation der Aufnahme.

Weitere Informationen über Ihre Ansprechpartnerin in der Belegungsdisposition finden Sie hier.